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Moral in Zahlen

Selbst große Konzerne müssen manchmal einsehen das es ein Risiko darstellt, sich einfach über öffentliche Kritik hinwegzusetzen. Das gibt mir Hoffnung. Denn es zeigt dass das ganze bemühen, die Welt zu verbessern, doch etwas bringt.

Natürlich sind es nur kleine und einzelne Erfolge, mit denen direkt nur wenig erreicht wird. Ihre eigentliche Kraft entwickeln sie indirekt, durch das Signal das sie an jene senden, die ähnlich Kritikwürdig handeln, aber das Glück haben, das ihr Verhalten keine breite Aufmerksamkeit erreicht hat.

Einem Konzern Moral entgegenzuhalten hat wenig Wirkung. Die können sie nicht verstehen. Es sei denn man übersetzt sie in Zahlen. Das verstehen sie.
Sie lernen das es negative Zahlen für sie bedeutet, sollten sie in öffentliche Kritik geraten. Und sie werden weiter lernen, das es besser ist, dieser Kritik zuvor zu kommen, um erst gar nicht in die Gefahr negativer Zahlen zu kommen. Vielleicht lernen sie sogar, das sie mit mehr als Verantwortungsvollem handeln sogar positive Zahlen bewirken können.

Dies beschreibt nichts weiter als das, was heute oft als das neue Verantwortlichkeitsgefühl der Konzerne deklariert wird.

Der Ursprung mag vielleicht eher im finanziellen liegen. Ich hoffe aber das sich dies mit der Zeit in ein echtes Verantwortungsgefühl umwandelt. Denn trotz allem, wird wohl auch ein Manager, dessen Antrieb ja eigentlich nicht im Gutmenschentum liegt, Befriedigung erleben, wenn er sieht das er was gutes getan hat. Und ich glaube selbst Manager könnten daran gefallen finden.

Ausgangspunkt dieses Textes ist ein lesenswerter Artikel (spreeblick.com) über die Vorwürfe und Kampagne gegen den Coca-Cola-Konzern wegen Ermordungen von Gewerkschaftern in Kolumbien und der Schwierigkeit Fakten über die Hintergründe zu erfahren.


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Serverzeit: 21:44 Uhr, 20. May 2012